„Startart Drohne“ auf der Wasserkuppe in Erprobung, Zulassungsverfahren läuft, Präsentation und Testflüge zum Wasserkuppe Frühlings-Testival 2026 geplant
In einer Extra-Fliegermail hatten wir am 1.4.26 über einen angeblichen Testbetrieb zur Erprobung der „Startart Drohne“ auf der Wasserkuppe berichtet.
Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen – wir sind nicht ganz sicher, ob wirklich alle unsere Meldung als Aprilscherz erkannt hatten 😁
Ein Schleppstart per Drohne ist technisch durchaus machbar und entsprechende Versuche sind bereits dokumentiert. Online findet man etliche Videoclips, auf denen Starts per Drohne zu sehen sind – sowohl einzeln, als auch mit Tandemschirm und sogar mit einem Hängegleiter.
Während wir mit der angeblichen Erprobung dieser neuen Startart auf der Wasserkuppe einer möglichen Entwicklung ein bisschen vorgegriffen hatten, gehören Fritz Stamers erste Raketenstarts tatsächlich zur fliegerischen Geschichte der Wasserkuppe.
Ganz abwegig ist die Idee also nicht, wobei wir uns die Firma AirLift Dynamics nur ausgedacht hatten.
Einige Rückmeldungen
Ich würde gerne meinen autonom öffnenden mit stealth Technik ausgerüsteten Gleitschirm bei dieser Startart benutzen, ist das möglich!?
Ich bin leider Anfang Mai noch im Ausland interessiere mich aber sehr für diese Startart.
Schöne Ding! 😂😂 happy April Fools’ Day 😅
Hallo,
Ein sehr interessanter Artikel.
Gibt es aktuell schon Erkenntnisse bezüglich einer Passagierflugzulassung für diese neue Schleppart, das würde mich sehr interessieren.
Bei erhöhtem Startgewicht erhöht sich natürlich auch die notwendige Zuglast der Drohne um ein Vielfaches.
Mir ist zur Zeit nicht bekannt, dass eine einzige Drohne derzeit die eine bei Passagierschlepps benötigte Zuglast aufbringen könnte.
Deshalb meine Frage:
Ist es möglich einen Schleppbetrieb sicher zu stellen, bei dem die Piloten und Ihre Passagiere mittels 3,4 oder gar 5 Drohnen gleichzeitig in die Luft geschleppt werden können, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten?
Der Einsatz zweier „stand by“ Drohnen, die die Last bei Ausfall oder technischer Störung einer Drohne übernehmen, wäre mit Sicherheit obligat?
Daher noch einmal die Frage, ob sich in naher Zukunft ein sicherer und reibungsloser Schleppbetrieb mit 3 Zugdrohnen, 2 „Stand by“- Drohnen, sprich mit 5 Drohnen vor den zu schleppenden Piloten realisieren lässt?
Möglicherweise wäre diese neue Art Passagierflug durchzuführen schon am Testival im Mai bei euch auf der Wasserkuppe möglich, ich würde mich freuen.
LG Julian
Ich denke das könnte real sein, aber im über-regulierten Angsthasen Deutschland ist das wohl eine 1. April Scherz. Leider…
Ich hab schon ein wenig darüber gelesen und finde die Idee sehr gut.
vielen Dank für die sehr gute Präsentation dieser neuartigen Startmethode! Folgenden positiven Aspekt unter sicherheitsrelevanten Gesichtspunkten möchte ich noch erwähnen: Bei unklarem oder gefährlichem Flugzustand des Gleitschirms hat der Drohnenpilot sehr einfach die Möglichkeit, durch Überziehen der Drohne das Schleppseil mit Hilfe der Rotoren schnell und unkompliziert zu kappen. Derselbe Effekt tritt automatisch bei thermischen Ablösungen, Scherwinden, Hitze, Kälte, Leesituationen, Steig-oder Sinkflug auf- ein echtes Plus für Piloten und Zuschauer!
Ich wünsche Ihnen für neue Schleppmethode die gebührende Resonanz und versichere Ihnen im Namen des DGFC Südschwarzwald unsere Unterstützung!
Ich komme gerne, aber nur wenn Ihr die neue Google Brille auch habt:
Betreff: Revolution für Gleitschirmflieger: Die neue Google Ray-Ban mit Thermik-Erkennung!
Guten Morgen liebe Kollegen,
es gibt bahnbrechende Neuigkeiten aus der Welt des Gleitschirmfliegens! Google und Ray-Ban haben in Zusammenarbeit eine völlig neue, modifizierte Version der Smart-Brille entwickelt – perfekt abgestimmt auf die Bedürfnisse von Gleitschirmfliegern.
Was macht diese neue Brille so besonders?
Die Brille ist jetzt mit einer hochmodernen Infrarotkamera ausgestattet, die Thermiken in Echtzeit erkennt! Dank eines fortschrittlichen Algorithmus zeigt sie dem Piloten die optimalen Aufwindzonen direkt über ein eingebautes Head-Up-Display an. Das bedeutet: Keine Suche mehr nach steigender Luft – die Brille sieht die Thermiken für dich!Features der neuen Google Ray-Ban für Gleitschirmflieger:
- Infrarotkamera mit 360°-Erkennung von Thermiken.
- Echtzeit-Anzeige von Aufwindstärken und Richtungen direkt im Sichtfeld.
- Integration mit Google Maps für präzise Thermik-Hotspot-Positionen.
- Ergonomisches Design – leicht und perfekt unter jeden Helm passend!
Die ersten Tests mit professionellen Piloten waren begeistert: „Es fühlt sich an, als ob ich wie ein Adler sehen kann!“ sagte ein Tester nach seinem Flug. Offiziell soll die Brille ab Ende April auf den Markt kommen.
Hallo liebes papillon Team, da habt ihr euch ja was ganz besonderes ausgedacht zum 1. April. Vielleicht wird aus dem Scherz ja tatsächlich auch mal Realität. Warum auch nicht. Ich wünsche euch frohe Ostern.
So Ihr fantastische Flieger nochmals vielen Dank weil so viel wie heute wird morgens nicht gelacht.
Wünsche Euch einen guten 2 April 🌞🌞 🌞
Sehr originell Euer Aprilscherz, aber auch gar nicht mehr weit weg, in ein paar Jahren wird es sicher real! Frohe Ostern!
Hallo zusammen, da ist Euch ein Mega Aprilscherz gelungen! Viele Grüße
Christian
😂😂😂😂💪
Wieder mal ein gelungener Aprilscherz
Würde mich mal interessieren wie viele Leute sich da anmelden 👍
Sehr schön gemachte Meldung – Hut ab!
Und trotz 1. April gar nicht so weit hergeholt. In China gibt es schon Schlepps mit Drohnen 😉
Schön wie ihr versucht aus einer schon existierenden Technologie einen Aprilscherz zu machen. Der ging nach hinten los 😄
(Anmerkung: Der Aprilscherz bestand nicht im Drohnenschlepp an sich, sondern darin, dass auf der Wasserkuppe der Erprobungsbetrieb begonnen hätte)
Hallo liebes Papillon Team, gerne würde ich an dem Testival teilnehmen. Allerdings nur unter einer Bedingung. Ich würde gerne den von mir entwickelten Heißluft Quadrocopter mitbringen damit ich nach dem ausklinken direkt genügend Thermik für einen Langstreckenflug habe.
See up in the Sky+ Peter
Ein super Aprilscherz von euch!
Kompliment und herzliche Grüße vom Niederrhein,Viktor
April April 😀😀😀
Top will ich haben ;-).
Den Test müsst ihr aber im Flachland machen, wegen der Hügel bei euch könnte der Test geschönt sein. 😂😂
Schade, dass heute der 1. April ist.. Sonst wäre das eine coole Idee 😉
Hallo Leute auf der Wasserkuppe, wäre zu schön um wahr zu sein! Aber am 1.April lässt mal die Kirche im Dorf (;-)
Guten Morgen Team, das sind ja ungeahnte Möglichkeiten…. Wir haben uns im Team bereits Gedanken über eine sinnvolle Ergänzung gemacht.
Und zwar entwickeln wir kurzfristig einen Adapter um die Drohne als „Schubhilfe“ direkt am Gurtzeug zu montieren, quasi als Rucksackmotor, der nach erreichen der voreingestellten Unterstützungshöhe autonom und KI gesteuert abkoppelt und zum Ladedock zurück fliegt. Somit steht das System den wartenden Piloten nach kurzer Ladezeit wieder zur Verfügung. Freue mich auf Einladung zum Vorführen 😉
Gute Idee👏. Frage resp. Input dazu noch: Da die Lastgrenze auf 180kg begrenzt ist, könnte man für Tandems mit zwei synchronen Drohnen arbeiten… Schönen 1. April noch👍
Erster April hin oder her, das ist eine super Idee!
Erster April hin oder her, das ist eine super Idee!
Hallo liebes papillon Team, da habt ihr euch ja was ganz besonderes ausgedacht zum 1. April. Vielleicht wird aus dem Scherz ja tatsächlich auch mal Realität. Warum auch nicht. Ich wünsche euch frohe Ostern.
Liebes Team, DAS ist ja die eierlegende Wollmilchsau für meine Startproblematik!!!! Bin ja vor 20 Jahren zuletzt geflogen, aber weil ich recht klein, zart und leichtgewichtig bin, hatte ich oft ohne Wind mit den damaligen Schirmen arge Startprobleme! Meist hat mich ein persönlicher Assistent am Gurtzeug gepackt und rückwärts den Hang runterlaufend in die Luft gezogen, echt kein Scherz!!!
So bin ich also prädestiniert als Versuchs🐁🐇 für das neue System, schreibt mich mal als Erste auf die Liste !!! Ihr könnt auch gleich eine schöne , leichte Leihausrüstung für mich zusammenstellen, wenn dann alles klappt, kauf ich die natürlich sofort und fang mit 67 das Fliegen wieder an! Als erstes mach ich natürlich ein Sicherheitstraining , mit Einstieg ins Acro selbstverständlich! Bis zum Testival, liebe Grüße aus Dortmund am 1.4.26

Liebe Flugsportfreunde,
Die Welt des Gleitschirmfliegens steht vor einem technischen Paradigmenwechsel – und Papillon Paragliding ist mittendrin.
Schon seit Februar erproben wir auf der Wasserkuppe in enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller AirLift Dynamics GmbH (Kassel) eine neuartige Startmethode: den Autonomen Drohnen-Schlepp für Gleitschirme (ADS-PG).
Das Verfahren – international unter dem Begriff Drone Tow Launch bekannt – ermöglicht es, einen Piloten mit aufgezogenem Schirm innerhalb von 60 bis 90 Sekunden auf Schleppanflughöhe zu bringen, ohne Seilwinde, ohne Motorflugzeug, ohne Hangwind als Voraussetzung.
Wie funktioniert das technisch?
Die eingesetzte Drohne, eine Oktorotor-Plattform mit einer Nutzlastkapazität von 180 kg, erzeugt über acht gegenläufig rotierende Rotoren eine konstante Vertikalschubkomponente von ca. 2,2 kN. Der Pilot ist über ein 40 m langes, vollzertifiziertes Schleppseil (Bruchlast 15 kN, mit integriertem Sollbruchelement bei 4,5 kN) mit dem Drohnen-Tragehaken verbunden.
Ein KI-gestütztes Flugsteuerungssystem gleicht kontinuierlich Windgradienten, Schirmbelastung und Steigrate ab und passt Schub sowie Kurskorrektur in Echtzeit an. Die maximale Schleppgeschwindigkeit beträgt 28 km/h – aerodynamisch ideal für die Startphase gängiger EN-A- und EN-B-Schirme.

Warum Wasserkuppe?
Der „Berg der Flieger“ ist seit Beginn der Fliegerei vor über 100 Jahren wegen der überragend guten Flugbedingungen für die Entwicklung der Fliegerei von internationaler Bedeutung.
Bereits im Sommer des Jahres 1928 wagte Flugpionier Fritz Stamer die ersten Raketenflüge auf der Wasserkuppe – mit dem Segelflugzeug „Ente.“ Stamers Bericht über die waghalsigen Jungfernflüge kannst du hier nachlesen, für einen umfassenden Einblick empfehlen wir einen Besuch im benachbarten Deutschen Segelflugmuseum.
Auch für die heutige zivile Luftfahrt bietet die Wasserkuppe ideale Erprobungsbedingungen: Ein überschaubarer Luftraum, gute meteorologische Dokumentation und die unmittelbare Nähe zur Fliegerschule Wasserkuppe, mit der wir im Bereich „Sicherheitsprotokoll und Flugbetriebsordnung“ kooperieren.
Der Probebetrieb erfolgt im Rahmen einer temporären Allgemeinverfügung des Regierungspräsidiums Kassel sowie einer Einzelgenehmigung nach § 21h LuftVO für Drohnenbetrieb außerhalb der Kategorie „Open“ im kontrollierten Versuchsrahmen.
Genehmigungsweg und Zulassungsziel
Das mittelfristige Ziel ist eine Musterzulassung des Gesamtsystems durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) sowie die Anerkennung als lizenzpflichtiges Startverfahren durch den Deutschen Hängegleiterverband (DHV).
Parallel laufen Gespräche mit dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) zur Einordnung der Drohne als Schleppluftfahrzeug im Sinne der Verordnung (EU) 2019/947. Wir streben eine Betriebszulassung für den kommerziellen Schulungsbetrieb zum Q4 2025 an.
Ausbildungskonzept
Für Piloten bedeutet die neue Startmethode kein vollständiges Umdenken, aber eine gezielte Erweiterung der fliegerischen Möglichkeiten. Wir entwickeln derzeit in Abstimmung mit dem DHV ein Zusatzmodul „Drohnen-Schlepp“, das folgende Inhalte umfassen soll:
- Kommandoübergabe und Kommunikationsprotokoll mit dem Drohnenoperator
- Verhalten bei Schleppabbruch und Notauslösung (manuell & automatisch)
- Startfenster-Beurteilung unter reduzierten Windanforderungen
- Theoretische Grundlagen der Drohnenphysik und Schleppdynamik
- Flugschulinterne Prüfung, analog zur Windenschleppstartberechtigung
Das Modul ist als Zwei-Tages-Kurs mit Theorie- und praktischen Übungseinheiten konzipiert und soll Piloten ab A-Lizenz offenstehen.
Erste Vorstellung beim Wasserkuppe Frühlings-Testival 2026
Im Rahmen des Wasserkuppe Frühlings-Testivals 2026 am Wochenende 2.-3. Mai wird der Drohnen-Schlepp erstmals öffentlich vorgestellt. Geplant sind Live-Demonstrationsflüge sowie eine offene Q&A-Session mit dem Entwicklungsteam von AirLift Dynamics.
Eine begrenzte Anzahl erfahrener Piloten hat die Möglichkeit, das System im Rahmen betreuter Schnupperstarts selbst zu erleben.
Interesse an einem Testflug oder an Kursterminen? Dann melde dich direkt bei uns, damit wir dir einen der wenigen Plätze reservieren und deine temporäre Sondergenehmigung für den Autonomen Drohnenschlepp-Start noch rechtzeitig beantragen können.
See you UP in the sky!
Dein Papillon-Team
Andreas Schubert kommentiert:
„Der Autonome Drohnen-Schlepp ist kein Ersatz für den klassischen Hangstart – aber er öffnet uns Möglichkeiten, die wir vor fünf Jahren noch nicht für realistisch gehalten hätten. Wenn wir das sicher und zuverlässig hinbekommen, verändert das die Zugänglichkeit unseres Sports grundlegend. Auch das Tandemfliegen sollte durch die ‚Startart Drohne‘ einen enormen Auftrieb erhalten – im wahrsten Sinn des Wortes.“



