Der letzte Blog endete mit der Aussicht auf einen Aperol-Spritz-Abend nach einem erfolgreichen Flugtag – und auf das sich nähernde Hoch „Jochen“.
Beides ist genauso eingetroffen. Der Aperol schmeckte hervorragend, und Jochen zeigte sich in den folgenden Tagen ausgesprochen großzügig. Wer bislang noch keinen richtig langen Flug auf seinem Konto hatte, bekam nun beste Gelegenheiten, das nachzuholen.
Nila hatte gerade erst ihre A-Schein-Praxisprüfung bestanden und nutzte die neu gewonnene Freiheit sofort aus: Schon beim nächsten Flug blieb sie über eine halbe Stunde in der Luft. Besser kann man eine bestandene Prüfung kaum feiern!
Auch viele andere Teilnehmende konnten persönliche Bestleistungen verbuchen. Nach zahlreichen Flugreisen war es für einige der längste Flug überhaupt. Unsere „BGD“-Kathrin freute sich darüber mindestens genauso sehr wie die anderen Pilotinnen und Piloten mit erfolgreichen 15 km Flügen!
„Alpha“-Kathrin profitierte davon, dass ihr Mann Frank die Kinderbetreuung übernahm. So startete sie an den meisten Tagen als Erste – und gehörte regelmäßig zu den Letzten, die wieder landeten. Andere erfüllten sich endlich den lang gehegten Wunsch einer perfekten Toplandung.
Doris wiederum machte ihrem Ruf als (Test-)Pilotin alle Ehre. Ein Testschirm nach dem anderen wurde ausprobiert – und ganz nebenbei gelangen ihr ebenfalls Toplandungen und sogar mehrere elegante Anflüge auf den UL-Landeplatz.
Den krönenden Abschluss lieferte schließlich Uwe, Nilas Partner. Er entschied sich für eine eher ungewöhnliche Strecke, die bislang kaum geflogen wurde und sehr herausfordernd ist. Während wir bereits gemütlich am Pool saßen, verfolgten wir seinen Flug per Live-Tracking. Kilometer für Kilometer arbeitete er sich souverän voran, überschritt schließlich die magische 50-km-Marke und landete nach deutlich mehr als zwei Stunden Flugzeit direkt am Campingplatz. Schöner kann ein Streckenflug kaum enden.




Doch nicht nur Streckenrekorde wurden geknackt.
Vom ersten komplett eigenständigen Flug ohne Fluglehrer am Funk bis hin zu persönlichen Flugzeitrekorden war in dieser Woche wirklich alles dabei. Genau diese Bandbreite macht für mich den besonderen Reiz unserer Flugpraxiswochen aus.
Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich der Tandemflug mit Henry, gerade einmal elf Jahre alt. Als echtes Leichtgewicht brachte er mich allerdings vor eine kleine Herausforderung: Um überhaupt das Mindeststartgewicht für den Tandemschirm zu erreichen, musste ich etwas Ballast mitnehmen. Das letzte fehlende Kilogramm lieferte schließlich mein Single-Skin-Schirm, den ich kurzerhand noch ins Gurtzeug stopfte.
Und genau dieser Schirm kam nach der Landung direkt wieder zum Einsatz. Hoch motiviert machte Henry damit seine ersten Aufziehübungen auf dem Landeplatz. Am nächsten Tag stand dann auch schon seine Schwester Milla mit dem Schirm auf der Wiese. Liebe Kathrin, lieber Frank – nach diesen beiden Tagen habe ich den Verdacht, dass der Fliegervirus in Eurer Familie endgültig angekommen ist. Ich wünsche Euch, dass diese Begeisterung noch viele Jahre anhält.
Meduno-Flugpraxistrainings 2026: Unsere Bilanz
Die Bilanz unserer diesjährigen Flugpraxiswochen fällt aus unserer Sicht sehr erfreulich aus. Gerade die letzte Woche mit Hoch Jochen war ein schöner Abschluss. Lara und ich haben versucht, die Tage mit viel Ruhe zu gestalten und jedem die Möglichkeit zu geben, sein persönliches Flugerlebnis ein Stück weiterzuentwickeln. Die vielen kleinen und großen Erfolgserlebnisse der Teilnehmenden haben uns gezeigt, dass dieses Konzept gut funktioniert.
Anfang Oktober werde ich noch einmal nach Meduno zurückkehren – diesmal gemeinsam mit meinem Fluglehrerkollegen Claus Thiele. Bis dahin widme ich mich erst einmal meiner zweiten großen Leidenschaft: Mit meinen Modellflugzeugen stehen mehrere internationale Wettbewerbe auf dem Programm.
Deshalb heißt es jetzt zunächst:
Sendepause aus Meduno.
Bis bald – und natürlich:
„Cin cin, ragazzi!“ 🍹
Mit einem berüchtigten Aperol Spritz.
Euer Paul
Meduno-Flugpraxistraining






