13 Hersteller folgten der Einladung zum Saisonauftakt auf die Wasserkuppe und stellten ihre Produkte zum Ausprobieren bereit.
Das Besondere der Ausstellung
Vermutlich war es seit den Anfängen des Fliegens noch nie so einfach, hochwertige Ausrüstung direkt vor Ort zu testen. Pilotinnen und Piloten konnten ein Gurtzeug vom Simulator nehmen, unmittelbar davor einen Gleitschirm auslegen und starten. Viele Flieger aus dem Umfeld der Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger nutzten diese hervorragende Gelegenheit und testeten innerhalb weniger Stunden zahlreiche Modelle.

Jürgen Eckert, Entwickler der Varios von Skytraxx, hielt einen aufschlussreichen Vortrag – insbesondere mit Blick auf die bevorstehende Zeit, in der sich Flugsportler den Luftraum zunehmend mit Drohnen teilen werden – und erhielt dafür viel Applaus.
Thema Sicherheit
Das Festival verlief ohne Unfälle. Sicherheit beginnt bekanntlich am Boden – entsprechend probierten die meisten Testpiloten ihre Wunsch-Gleitschirme zunächst im Groundhandling aus, bevor sie in die Luft gingen.

Im Anschluss an die Gespräche mit den Kunden trafen sich die Profis der Szene zum gemeinsamen Abendessen und Briefing im Traditionsrestaurant Peterchens Mondfahrt auf der Wasserkuppe – jenem Ort, an dem auch der Deutsche Aeroclub gegründet wurde. Obwohl die Hersteller miteinander im Wettbewerb stehen, war das Treffen von einer kollegialen Atmosphäre geprägt.
Man wolle zusammenarbeiten, um den Sport und das Fliegen weiter zu fördern. Einigkeit bestand in der Auffassung, dass der Sport nicht nur Extremsport sein soll – was er für viele Piloten ohne Zweifel ist –, sondern auch in einem Rahmen mit hoher konstruktiver Sicherheit und mit Fluglehrerbegleitung möglichst sicher gestaltet werden kann.





Wertvoller Austausch mit Entwicklern, Testpiloten und erfahrenen Fliegern
Das Fazit der erfahrenen und an diesem Wochenende neutralen Piloten: Die meisten aktuellen Gleitschirme sind wunderbare Geräte – sie funktionieren so gut und bieten so viel Sicherheit wie nie zuvor.
Einzig die Kategorisierung der Schirme war ohne fachlichen Austausch mitunter verwirrend: So mancher High-End-EN-B-Schirm hätte ebenso gut ein C bekommen können, während umgekehrt C-Schirme vorgestellt wurden, die sich vom Gefühl her wie ein High-B fliegen ließen.
Auf der Wasserkuppe kam viel Tradition zusammen – einige der Aussteller sind seit Jahrzehnten in der Szene aktiv. Eines hat sich bis heute nicht verändert: Ab der B-Klasse aufwärts braucht es ein solides Training, und auch 2026 bleibt der Austausch mit Entwicklern, Testpiloten und erfahrenen Fliegern uneingeschränkt empfehlenswert.
Das Meeting wird im kommenden Jahr wiederholt. Die Ausschreibung erfolgt in Kürze.























